ILHG 2014

Dieses Wochenende fand in Oegstgeest (Niederlande) das 2. International Lowlands HEMA Gathering statt. Das Event konnte sowohl mit mehreren hochklassigen Turnieren als auch mit Instruktoren des Extraklasse (Axel Pettersson, Carl Ryrberg, Kristian Ruokonen, Arto Fama, Illka Hartikainen, Rob Runacres und vielen mehr) aufwarten. Praktischerweise in den Semesterferien gelegen, habe ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Das Event begann am Freitag mit einer Tagestour nach Amsterdam (fantastische Stadt!), gemeinsamem Abendessen in einem orientalischen Restaurant und einer Führung durchs Rotlichtviertel. Für diejenigen, die am Messer-Turnier teilnahmen, gab es Freitag Abend schon Gelegenheit, die Klingen zu kreuzen. Der eigentliche Turniertag war der Samstag, an dem das Open Longsword, Rory van Noort Invitational Longsword und das Women’s longsword stattfanden. Ich nahm am Open Longsword teil und schaffte es bis ins Viertelfinale. Damit kann ich eigentlich zufrieden sein, in Anbetracht der sehr knappen Niederlage gegen den später Zweitplatzierten glaube ich aber, dass noch etwas mehr möglich gewesen wäre. Ein Grund mehr, nächstes Jahr wieder hinzugehen 😀

Höhepunkt des Samstags war eindeutig das Invitational. Mit Axel Pettersson und seinen Super-Schweden sowie anderen hervorragenden Fechtern wie Matthys Kool, Arto Fama oder Mishael Lopes Cardozo war die momentane HEMA-Elite vertreten und garantierte Kämpfe auf höchstem Niveau. Schlussendlich siegte Axel Pettersson in einem spannenden Finale gegen Matthys Kool und gewann damit zum 2. Mal in Folge das Invitational. Der dritte Platz ging an Thomas Nyzell, ebenfalls aus Schweden.

Samstag Abend fand ein großes gemeinsames Dinner (man muss es eigentlich Gelage nennen) in passender Atmosphäre im historischen Park Archeon statt. Für beste Unterhaltung sorgte Lopes mühelos im Alleingang, der Mann ist ein mindestens so guter Entertainer wie Fechter.

Sonntag ging es (etwas verspätet) mit Workshops weiter, die allesamt sehr interessant und lehrreich waren und am Nachmittag konnten die Jüngeren im Kid’s Dussack Tournament noch ihr Können zeigen. Ich musste dann die Heimreise antreten, die für Montag angesetzten Dussack Games habe ich so leider verpasst. Am Schluss kann ich nur ein durchweg positives Fazit ziehen, es war ein super Wochenende voller netter neuer Bekanntschaften und ich freue mich auf nächstes Jahr.